Wie viel kann ich für einen Immobilienkauf in der Schweiz aufnehmen?

Berechnen Sie Ihre Tragbarkeit in Sekunden – nach den echten Regeln der Schweizer Banken.

Ihre Tragbarkeit

CHF
CHF
Erweiterte Parameter
Maximales Kaufbudget
Immobilienpreis (max.)
Hypothek (max. 80 %)
Erforderliches Eigenkapital (min. 20 %)
Kalkulatorische Jahreskosten
Kalkulatorische Zinsen (5 %)
Unterhalt (1 %)
Amortisation
Kosten / Einkommen

💰 Geschätzte monatliche Kosten

Hypothekarzinsen (2 %)
Amortisation
Unterhalt & Nebenkosten (1 %)
Monatliche Gesamtkosten

Schätzung zum angegebenen effektiven Zins (nicht zum kalkulatorischen Zins von 5 %, der für die Tragbarkeit dient). Entspricht Ihren ungefähren tatsächlichen Monatskosten.

⚠️ Richtwert auf Basis der üblichen Regeln des Schweizer Hypothekarmarkts. Jede Bank wendet eigene Kriterien an. Diese Berechnung ist kein Finanzierungsangebot.
→ Welches Einkommen für eine bestimmte Immobilie? Sie haben einen Preis im Kopf? Berechnen Sie das nötige Einkommen und ob Ihr Eigenkapital reicht. → Grenzgänger-Nettolohn Berechnen Sie Ihr Netto je nach Arbeitskanton (Genf, Waadt, Wallis…).

Wie wird die Tragbarkeit berechnet?

In der Schweiz beruht der Immobilienkauf auf zwei zentralen Regeln, die alle Banken anwenden. Unser Rechner berücksichtigt beide: Ihr maximales Budget entspricht der jeweils strengeren Vorgabe.

1. Die Eigenkapitalregel (20 %)

Sie müssen mindestens 20 % des Kaufpreises mit Eigenkapital finanzieren. Die Bank gewährt also nie mehr als 80 % des Immobilienwerts. Von diesen 20 %:

2. Die Tragbarkeitsregel (33 %)

Ihre kalkulatorischen Jahreskosten dürfen ein Drittel (33 %) Ihres Bruttoeinkommens nicht übersteigen. Diese Kosten werden vorsichtig berechnet:

Beispiel: Für eine Immobilie zu 1 000 000 CHF mit 200 000 CHF Eigenkapital beträgt die Hypothek 800 000 CHF – das ergibt kalkulatorische Kosten von rund 60 000 CHF/Jahr und ein erforderliches Bruttoeinkommen von etwa 180 000 CHF.

Häufige Fragen

Warum ein kalkulatorischer Zins von 5 %, wenn die realen Zinsen tiefer sind?

Die Banken wollen sicherstellen, dass Sie auch bei stark steigenden Zinsen weiter zahlen könnten. Dieser kalkulatorische Zins dient nur der Beurteilung; tatsächlich zahlen Sie den viel tieferen Marktzins.

Kann ich meine gesamte 2. Säule als Eigenkapital verwenden?

Nein. Die 2. Säule (BVG) darf nur die Hälfte der geforderten 20 % decken, also 10 % des Preises. Die übrigen 10 % müssen «hartes» Eigenkapital sein.

Ist die Amortisation immer obligatorisch?

Nur der Teil der Hypothek über 65 % des Immobilienwerts (2. Rang) muss amortisiert werden, in der Regel über 15 Jahre oder bis zur Pensionierung.

Gilt diese Berechnung in allen Kantonen?

Die Finanzierungsregeln (80 % / 33 % / 5 % Zins) sind schweizweite Standards. Nebenkosten (Notar, Handänderungssteuer) variieren jedoch je nach Kanton und sind hier nicht enthalten.

Detaillierte Berechnungsmethode

Eine Schweizer Bank schaut nicht auf eine Zahl, sondern auf zwei Schranken — die engere bestimmt Ihr Budget: die Tragbarkeit und die Eigenmittel. Dieser Rechner prüft beide und zeigt, welche Sie begrenzt.

Schranke 1 — kalkulatorische Kosten ≤ 33 % des Bruttoeinkommens

Kosten = Hypothek × 5 % + 1 % des Preises (Unterhalt) + Amortisation
Amortisation = (Hypothek − 65 % des Preises) ÷ 15 Jahre

Der kalkulatorische Satz von 5 % ist nicht der Zins, den Sie zahlen: er ist ein Stresstest und prüft, ob das Budget nach einem dauerhaften Zinsanstieg tragbar bleibt. Der Unterhalt wird pauschal mit 1 % des Werts pro Jahr angesetzt (Renovationen, STWEG-Kosten, Versicherungen). Amortisiert werden muss nur, bis die Schuld 65 % des Werts erreicht, in höchstens 15 Jahren.

Schranke 2 — 20 % Eigenmittel, plus Nebenkosten in bar

maximaler Preis = Eigenmittel ÷ (0,20 + Nebenkostensatz des Kantons)

Die Erwerbsnebenkosten (Handänderungssteuer, Notar, Grundbuch) gehören nicht zum Objektwert: die Bank finanziert sie nicht. Sie sind zusätzlich zu den 20 % aus verfügbarem Sparkapital zu zahlen. Deshalb verschiebt der Kanton Ihr Budget: bei 4,1 % Nebenkosten verlangen je 100'000 CHF Kaufpreis 4'100 CHF zusätzliche Liquidität. Die Details pro Kanton stehen in unserem Artikel zu den Notariatskosten in der Schweiz.

Der Rechner sucht iterativ den höchsten Preis, der beide Schranken einhält, und weist separat eine Schätzung der tatsächlichen Monatskosten zum eingegebenen Marktzins (standardmässig 2 %) aus: dieser Betrag verlässt monatlich Ihr Konto, nicht die kalkulatorischen Kosten.

Grenzen und Genauigkeit

Das Ergebnis ist eine transparente Schätzung nach den marktüblichen Schweizer Regeln, keine Finanzierungszusage. Eine Bank prüft zusätzlich die Stabilität Ihres Einkommens, laufende Kredite, Ihre Familiensituation — und vor allem ihre eigene Schätzung des Objektwerts: liegt diese unter dem Kaufpreis, gelten die 80 % auf der Schätzung.

Drei häufige Abweichungen zur Zahl Ihres Beraters: manche Institute rechnen mit 4,5 % oder 5,5 % kalkulatorischem Zins, 35 % Tragbarkeitsquote oder 0,7 % Unterhalt bei Neubauten; variable Einkommen (Bonus, Kommissionen) werden oft nur teilweise oder gar nicht angerechnet; und Eigenmittel aus der 2. Säule sind auf die Hälfte der verlangten 20 % begrenzt. Die ersten drei Parameter können Sie oben anpassen, um die Annahmen Ihrer Bank exakt nachzubilden.

Quellen und Referenzen