Detaillierte Berechnungsmethode
Eine Leasingrate ist nicht der Fahrzeugpreis geteilt durch die Laufzeit. Sie ist eine Annuität: Sie finanzieren die Differenz zwischen Preis und Restwert, plus die Zinsen auf dem weiterhin gebundenen Kapital.
finanziertes Kapital = Preis − Anzahlung
i = Jahreszins ÷ 12
Rate = (Kapital − Restwert × (1+i)−n) × i ÷ (1 − (1+i)−n)
Gesamtkosten = Anzahlung + Rate × n · Zinsen = Gesamtkosten − (Preis − Restwert)
Zwei Hebel wirken gegenläufig. Ein hoher Restwert senkt die Rate — aber Sie zahlen Zinsen auf einem hoch bleibenden Kapital, und am Ende besitzen Sie nichts. Eine hohe Anzahlung senkt Rate und Zinsen, bindet aber Ihr Erspartes. Das Tool weist immer die Gesamtzinsen aus: die einzige Zahl, mit der zwei Angebote ehrlich vergleichbar sind.
Grenzen und Genauigkeit
Der von Ihnen eingegebene Satz ist ein Nominalzins. Der gesetzliche effektive Jahreszins ist in der Regel höher: er umfasst Bearbeitungsgebühren und vertraglich verlangte Versicherungen. Beim Leasing wird fast immer eine Vollkaskoversicherung verlangt, was mehrere Hundert Franken pro Jahr ausmachen kann — im Vergleich zur reinen Haftpflicht bei einem Eigenfahrzeug.
Die Berechnung modelliert drei entscheidende Vertragselemente nicht: die inbegriffene Jahreskilometerzahl und den Tarif für Mehrkilometer, die Rückgabekosten bei als übermässig beurteiltem Verschleiss, sowie kantonale Steuer, Service und Reifen, die zu Ihren Lasten bleiben. Konsumleasing untersteht dem Konsumkreditgesetz (Widerrufsrecht, Bedingungen der vorzeitigen Kündigung): lesen Sie die Klauseln vor der Unterschrift.
Häufige Fragen
Leasing oder Autokredit: was ist günstiger?
Bei gleichem Zins ist der Kredit gesamthaft oft günstiger, weil Sie das Fahrzeug vollständig amortisieren und Eigentümer werden; beim Leasing zahlen Sie Zinsen auf einem hoch bleibenden Kapital. Leasing behält den Vorteil der tiefen Rate und des einfachen Wechsels. Vergleichen Sie immer die Gesamtzinsen, nicht die Raten.
Was passiert am Ende des Vertrags?
Sie geben das Fahrzeug zurück, es wird geschätzt. Weichen Zustand oder Kilometerstand vom Vertrag ab, kommen Kosten hinzu. Manche Verträge sehen eine Kaufoption zum Restwert vor: prüfen Sie, ob und zu welchen Bedingungen.
Ist die Vollkasko wirklich obligatorisch?
Gesetzlich nicht, aber der Leasinggeber verlangt sie fast immer, da er Eigentümer des Fahrzeugs bleibt. Rechnen Sie diese Prämie in Ihren Vergleich ein: sie ist Teil der echten Leasingkosten.
Kann ein Leasing vorzeitig gekündigt werden?
Eine vorzeitige Kündigung ist möglich, aber kostenpflichtig: der Leasinggeber berechnet einen Saldo unter Berücksichtigung des Fahrzeugwerts und der nicht verfallenen Zinsen. Das Konsumkreditgesetz regelt diese Fälle — verlangen Sie die Abrechnung schriftlich, bevor Sie einer Übernahme zustimmen.
Quellen und Referenzen